Flatulenzen

Bild: Couleur von Pixabay

Wie ich einige Posts vorher bereits vermutet hatte, scheint sich mein Verdacht nun zu bestätigen. Corona ist gnädig zu allen Arbeitnehmern. Der Virus befällt nur Feiernde, trinkende Jugendliche, Menschen, die nach 21 Uhr das Haus verlassen und Fledermäuse. Oder wie ist es zu erklären, dass Politiker in Abstimmung mit den Arbeitgeberverbänden immer noch keine Regeln für Homeoffice beschlossen haben. Es gibt lediglich ein paar Empfehlungen. Die dafür aber mit Nachdruck!
Wir Arbeiter sollten dem Virus dafür dankbar sein. Corona ist nachsichtig gegenüber uns hart arbeitenden Menschen (m /w / d).

Die Oberhäupter des Kapitalismus sollten deswegen Corona so schnell wie möglich heilig sprechen!

Warum gibt es eigentlich immer noch keine konkreten Regelungen für Homeoffice? Zumindest Menschen, die im Büro arbeiten, sollten bei einer derart gefährlichen Pandemie doch von zu Hause arbeiten dürfen. So könnte die Anzahl herumirrender Arbeiter während der Rush-Hour  nochmals reduziert werden. Weniger Menschen in den öffentlichen Verkehrsmitteln, weniger Ansteckungen, oder?
Aber an Teleheimarbeit ist nicht zu denken. Schließlich hatte die deutsche Industrie in den letzten 20 Jahren keine Zeit, sich auf die digitale Revolution vorzubereiten.

Ach ja, damit Pendler in den vollen Umfang des Viren-Schutzes kommen, müssten sie in ihren Autos die Christophorus-Medaille gegen die der Corona austauschen. Der heilige Christophorus beschützt leider nur gutgläubige Katholiken.

Arbeiten von zu Hause funktioniert für ein paar Menschen natürlich nicht. Daran kann auch die Digitalisierung nichts ändern, die müssen einfach raus. Menschen, die auf dem Bau, in Krankenhäusern, in Pflegeeinrichtungen, in Supermärkten oder Schlachtereien arbeiten, brauchen deswegen einen zusätzlichen Schutzpatron (m / w / d). Jemand, der großzügig seine (Schutz)-Kleidung teilt? St. Martin ist dafür eher nicht geeignet. Der hat die Hälfte seines Mantels schon hergegeben.

Aber was mach ich mir über diejenigen Gedanken, die soziale Berufe ausüben, über die, die Gesellschaft am Laufen halten? Um diese Berufsgruppen hab ich mich bisher auch nicht geschert, warum ausgerechnet jetzt?

 

Hat irgendjemand in letzter Zeit unsere Demokratie gesehen? Weiß jemand, wo sie ist?

Ach, … da liegt sie ja. Da hinten in der Gosse.
Zusammengeschlagen von der Diktatur. Ich hoffe, sie rappelt sich wieder auf.

Vielleicht hilft ihr jemand dabei.
Ich kann leider nicht. Hab keine Zeit, muss weiter.

 

Bild: Clker von Pixaby

Da hat mit doch heute ein Tesla-Fahrer* voller Stolz erzählt, er fahre jetzt bereits schon seit sieben Jahren elektrisch.

Ich antwortete darauf. Das ist doch gar nix. Ich fahr jetzt schon seit fast 44 Jahren elektrisch. Mit U-Bahn und Zug!


*
Der Hinweis auf Tesla ist rein zufällig. Es handelt sich nicht um Werbung für den amerikanischen Erfinder Thomas Edison und schon überhaupt nicht für Aufzüge oder andere elektrisch betriebenen Fahrzeuge. Neben E-Autos von Elon Musk gibt es selbstverständlich auch noch andere, wie z. B. von Hyundai, Kia, Mercedes und einem hässlichen von BMW. Des Weiteren gibt es auch noch Züge, U- sowie Straßenbahnen und Rolltreppen. Alle voll elektrisch!

 

Gerade habe ich in der Zeitung gelesen, Wissenschafter hätten einen Impfstoff gefunden, der zu 90% Schutz vor Covid-19 verspricht.
90%, mehr nicht? Da vertrau ich doch lieber den Reinigungstüchern und Desinfektionsmittel aus dem Discounter. Die versprechen immerhin 99,9% ALLER Viren zu beseitigen und das in weniger als 15 Sekunden.

 

Elektromärkte, Restaurants und Kaufhäuser sind geschlossen. Vor den Supermärkten bilden sich lange Schlangen und an den Eingängen stehen Wachmänner, die mich nur auf Aufforderung einlassen. Endlich im Geschäft stehe ich teilweise vor leeren Regalen, weil ich nicht rechtzeitig da war.
Solche Bilder kenne ich sonst nur aus sozialistischen Ländern wie Kuba. Wer hätte gedacht, dass dieses Bild auch hier in Deutschland mal zum Alltag gehören könnte? 

Zumindest durfte ich mich während meiner Aufenthalte in Havanna und Moskau frei bewegen, ohne ein Tracking-Gerät freiwillig mit mir rumtragen zu müssen. Der Gedanke, hierzulande, in einer demokratischen Institution nun legal überwacht zu werden, fühlt sich komisch an. Auch wenn die Beschattung gegenwärtig noch anonym sein mag. Irgendwie ddr-resk, oder?
Gott sei Dank hab ich nix zu verbergen.

 

Bild: mauriceangres von pixabay

Botaniker versalzt Veganern die Gemüsesuppe. Der Wissenschaftler des Botanikum München hat herausgefunden, dass Pflanzen leben. Sie denken, agieren und lassen sich sogar konditionieren. Veganer auf der ganzen Welt sind ratlos, was sie jetzt noch bedenkenlos essen können.
Der Wissenschaftler beschwichtigt: Es bleiben immerhin noch Kieselsteine übrig. In denen konnte bis heute keinerlei Intelligenz nachgewiesen werden. Buddhistische Veganer müssten jedoch aufpassen, dass sie beim Verzehren von Kieselsteinen nicht einen ihrer Verwandten aus einem früheren Leben erwischen.