... und vor allem, wann wird was zur Kunst?
Bei Musik und dem geschriebenen Wort kann ich das weitestgehend nachvollziehen. Aber bei Bildern, Skulpturen und Installationen fällt mir das heutzutage oftmals schwer. Vor allem dann, wenn ich erst drauf hingewiesen werden muss, dass es sich bei gewissen Objekten um Kunst handelt.
Also, ist Kunst auch dann Kunst, wenn die „schöpferische und gestalterische Fähigkeit“ [*] nur noch vom Künstler selbst erkannt wird? Und was macht eigentlich einen Künstler zum Künstler, wenn seine Kunst als solche von der Gesellschaft nicht erfasst werden kann? Reicht Können aus, oder muss ein reicher Narr oder gar der Tod nachhelfen?
Nach langer und ausgiebiger Kontemplation mit vielen viel klügeren Zeitgenossen komme ich zu dem Schluss:
Kunst ist billig, wenn sie nur aus Kunststoff ist, außer sie wird teuer verkauft.

[*] aus dtv, Etymologisches Wörterbuch des Deutschen, Seite 745