Die Meldung über einen russischen Spionage-Wal mit Kamera auf den Kopf sorgte beim amerikanischen Geheimdienst kurzzeitig für Aufregung. Das US-Militär ist nämlich bisher davon ausgegangen, dass der Kreml sich Satelliten- und Sonargeräte zum Aufspüren von amerikanischen Kriegsschiffen nicht leisten kann. Ein Wal mit Kamera auf dem Kopf hätte die strategische Flottenausrichtung des US-Militärs ernsthaft in Bedrängnis gebracht, doch God sei Dank haben finnischer Fischer beim Füttern des russischen Kriegsgeräts keine Kamera entdeckt.
Experten des Pentagon kamen nach stundenlanger Beratung nun zu dem Schluss, der Wal könnte von rücksichtslosen russischen Tierquälern trainiert worden sein, die Tiefseekabel für den transatlantischen Datenverkehr anzuzapfen. Die russische Regierung wäre damit in der Lage, sich ungehindert Zugriff auf das weltweite Internet zu verschaffen. Pentagon und NSA befürchten, die Russen könnten auf diesem Weg, z.B. über die sozialen Medien, die Präsidentschaftswahlen in Amerika manipulieren. Um das zu verhindern, prüft der amerikanische Präsident den Bau einer weiteren Mauer, der Arbeitstitel lautet „Projekt Firewall“.

Greenpeace geht indessen von einem viel harmloseren Szenario aus. Der Wal ist mit einem WLAN-Router ausgestattet und begleitet russische Kreuzfahrtschiffe, zu dem Zweck, den Gästen kostenfreies WLAN für eine Stunde zur Verfügung zu stellen.