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Das Bundesinnenministerium will das Spionieren in Deutschland outsourcen. IT-Experten des Verfassungsschutzes haben nämlich herausgefunden, die Smart-Speaker von Google, Apple und Amazon können das Abhören von Wohnungen viel besser und vor allem viel kostengünstiger. Wie das Bundesamt für Verfassungsschutz mitteilte, könne man dadurch auf tausende Agenten sowie auf teures Abhör-Equipment verzichten. Die Daten bekäme der Verfassungsschutz von den amerikanischen IT-Firmen fertig ausgewertet, einmal pro Woche, per CD zugeschickt. Der Dienst ist für den Bund kostenfrei, lediglich das Porto für den Versand der CDs muss er tragen. Der Bundesrechnungshof äußert sich positiv zu dem neuen Konzept des Verfassungsschutzes. Nach ersten vorsichtigen Hochrechnungen wird das den Steuerzahler Milliarden einsparen.
Bis Ende 2020 soll in jedem einzelnen Zimmer so ein Smart-Speaker stehen. Um das umzusetzen, werden die Einsparungen beim Verfassungsschutz in Form von Steuersenkungen an den Bürger weitergegeben. Als zusätzlichen Kaufanreiz sollen die Smart-Speaker von der Mehrwertsteuer befreit werden.
Ein Ex-DDR Geheimagent ist fassungslos. Er hätte es nicht für möglich gehalten, dass gerade die freie Marktwirtschaft so viele Bürger dazu bringt, die Lauschmikrofone sogar selber zu kaufen. Wäre das der DDR-Führung damals bewusst gewesen, hätten sie den Kapitalismus bereits in den frühen 1970er Jahren eingeführt.