Bild: TGspot - Creative-Commons (CC BY-SA 4.0) - Bild für NONrelevant oben und unten beschnitten

Der Kamera-Wahnsinn geht weiter. Die neuesten Smartphones haben bereits bis zu fünf Kameras auf der Rückseite und zwei auf der Vorderseite. Aber gerade männliche Käufer reagieren zunehmend genervt auf dieses Feature, denn die meisten haben nicht so viel Klebeband daheim, um beim Schauen von Pornos alle Kameras abzudecken.

Aus Sicht des Verbraucherschutzes liegt der Vorteil von so vielen Kameras in Smartphones momentan eh nur bei Firmen und Staaten, die spionieren wollen. Früher mussten sich alle eine Kamera teilen, heute kann jeder separat auf eine zugreifen. So ist Kamera 1 für die amerikanischen Geheimdienste reserviert, Kamera 2 für die kommunistischen Geheimdienste. Soziale Medien und Google greifen ausschließlich auf Kamera 3 und 4 zu. Die nicht so hochauflösende Kamera 5 dürfen Staaten nutzen, die immer noch der IT-Technologie hinterherhinken und auf das neue Land mit schnellem und flächendeckendem Internet warten.

Datenschützer sind alarmiert und fordern nun, dass Nutzer demokratischer Institutionen zumindest die Wahl haben sollten, wer auf welche Kamera zugreift, denn nichts ist in einer Demokratie wichtiger als die Wahlfreiheit.