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Die Große Koalition prüft die Möglichkeit, Hilfsgüter zukünftig mit Amazon in Krisengebiete zu versenden. Laut eines Sprechers des Verteidigungsministeriums verfügt Amazon über eine viel bessere Logistik als die Bundeswehr und die Lieferanten haben in den meisten Fällen auch bessere Schuhe als die Soldaten. Überdies versichert der Onlineversand-Händler der Bundesregierung, bei einer Prime-Mitgliedschaft die Hilfsgüter noch am selben Tag zu liefern.
Außerdem müssten bei Onlinezustellung die Hilfsgüter mit dem Einverständnis der Empfänger nicht mehr persönlich angenommen werden und könnten einfach vor der Tür abgestellt werden. Ideal, wenn die Kinder gerade an der Front kämpfen und die Eltern vor den Bomben fliehen. Problematisch wird es nur, wenn wegen Zerstörung durch Granaten oder ähnliches die Tür nicht mehr vorhanden ist. Die Bundesregierung untersucht in diesem Fall, wann Pakete als zugegangen gelten.

Damit Amazon in Zukunft Hilfslieferungen noch schneller zustellen kann, testet der Onlinehändler zusammen mit der Air-Base in Ramstein die Auslieferung per Drohne. Dies gestaltet sich jedoch schwieriger als angenommen, da Menschen in Kriegsgebieten dazu tendieren, schnell wegzulaufen, wenn sie Drohnen sehen.