Kloanlage in Ephesos - Wiege der Demokratie und der Geschäftsbesprechungen

Die Oberfinanzdirektion gibt aus gegebenem Anlass folgende Erklärung an alle Steuerzahler ab. Badezimmer oder Toiletten dürfen auch dann nicht als häusliches Arbeitszimmer steuerlich abgesetzt werden, wenn Arbeitnehmer im Homeoffice geschäftliche Excel-Dateien beim Scheißen bearbeiten. Dabei ist es den Finanzämtern völlig Wurst, wie lange die Geschäftssitzungen dauern oder ob gar alle Arbeiten für den Chef von der heimischen Toilette aus erledigt werden. Auch sind beim Arbeiten von daheim Klobürste und Toilettenpapier im steuerlichen Sinne keine notwendigen Arbeitsmittel.
Der Oberfinanzdirektion ist durchaus klar, dass Toiletten in der Regel ebenso in abgetrennten Räumen stehen, was für den Wohlgeruch in Wohnungen grundsätzlich förderlich ist, aber auch in der Corona-Krise werde es für den einfachen Steuerzahler keine Ausnahmen geben. Nur abgetrennte Zimmer mit Schreibtisch können als Werbungskosten angesetzt werden. Lediglich die Steuerpraktiken der Großkonzerne dürfen ungehindert bis zum Himmel stinken.
Wie so oft in Krisenzeiten zeigt sich die wahre Natur der Dinge. Die meisten Excel-Listen sind für’n Arsch.