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Zu den Themen Lockdown Light und Verschärfung der Corona-Regeln in Bayern:

Das ist uns wichtig!

Kontaktbeschränkungen werden in Bayern ab Dienstag verschärft. Für mich ist das voll okay, bevorzuge ich es doch, allein zu sein. Abgesehen davon mochte ich Light-Produkte eh nie. Ob die verschärften Regeln für eine freie Gesellschaft so ideal sind, weiß ich jedoch nicht.

Restaurants, Bars, Kneipen, Museen, Theater, Kino, Oper, Konzerte, Schulen … Um es kurz zu machen, Kultur und Bildung bleiben dicht! Aber in völlig überfüllten Bussen und U-Bahnen in die Arbeit fahren, scheint in Ordnung zu gehen.

Ein Hoch auf den Kapitalismus.

Sind die Zahlen der Infektionen mit den bisherigen „leichten“ Maßnahmen zurückgegangen? Im Gegenteil, sie sind angestiegen. Also wo konnte sich der Virus ungehindert vermehren, wenn es Bildung und Kultur im öffentlichen Raum fast nicht mehr gibt und private Treffen auf ein Minimum runtergefahren wurden? Genau! Am Arbeitsplatz.
Zumindest Menschen, die im Büro arbeiten, sollten bei einer derart gefährlichen Pandemie doch von zu Hause arbeiten müssen. So könnte die Anzahl herumirrender Arbeiter während der Rushhour reduziert werden. Weniger Menschen in den öffentlichen Verkehrsmitteln, weniger Ansteckungen, oder? Ganz zu schweigen von den vielen Zusammentreffen verschiedener Haushalte in Großraumbüros.
Aber an Teleheimarbeit ist nicht zu denken. Einerseits hatte die deutsche Industrie in den letzten 20 Jahren keine Zeit, sich auf die digitale Revolution vorzubereiten. Andererseits wird sich der freie Markt von so einer läppischen Pandemie nicht regulieren lassen, hat er doch schon ganz andere Hindernisse überstanden.

Ich arbeite in einem Großraumbüro und darf nicht ins Homeoffice. Viele meiner Freunde, die in Einzelbüros sitzen, wiederum schon. Mich stört das nicht, denn ich weiß, Corona ist ein gerechter Virus, der nur Menschen befällt, die feiern oder in den Urlaub fahren.
Ebenso ist Corona ein christlicher Virus. Er nimmt Rücksicht auf Weihnachten und so können die Regeln für die heilige Zeit ohne Bedenken gelockert werden. Das hat Corona unserem Ministerpräsidenten Söder versprochen.

Was ist eigentlich mit den Menschen, die keine Chance bekommen, von daheim zu arbeiten? Also, was ist mit Polizisten, Elektriker, Maurer, Installateure, Handwerker im Allgemeinen, Verkäufer, Taxifahrer, Busfahrer, Krankenpfleger, Altenpfleger, Ärzte, Müllmännern … (und natürlich allen *Innen!)?
Menschen, die für unsere Gesellschaft wirklich wichtig sind, müssen raus. Raus in die Pandemie. Da wäre es doch logisch, all jene, die nicht unbedingt raus müssen, daheim zu lassen. Vor allem so Bürostuhl-Pupser wie mich.

Wo ist der hüstelnde Menschenverstand, wenn man ihn mal braucht? Ach ja, im Getriebe des Kapitalismus stecken geblieben.

Bild von Masum Ali auf Pixabay

Darf‘s a bisserl mehr sein?

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Zu guter Letzt

Das Betreiben meiner Internetseite kostet Geld, vor allem aber Zeit. Von dem einen habe ich weniger als vom anderen.*
Trotz dieser Mängel arbeite ich hart an meinen Texten, auch wenn der ein oder andere zuweilen nicht gelingen mag. Sollten Sie also an redigierten Texten oder gar faktenbasierten Inhalten interessiert sein, besuchen Sie eine der vielen Online-Tageszeitungen – die bieten in dieser Hinsicht deutlich mehr.

Doch für meine Unzulänglichkeiten können die Buchstaben nichts. Und auch wenn sie bei der Gestaltung meines Inhalts kein Mitspracherecht haben - sie arbeiten schließlich für mich! - möchte ich Ihnen ein guter Chef sein. Denn die armen Buchstaben machen wortlos, was ich ihnen auftrage, ja sie stehen zu mir. Sie schuften hart, bekommen keinen Lohn, sind nicht einmal krankenversichert.
Diese Ungerechtigkeit bereitet mir ein schlechtes Gewissen, es tut mir in der Seele weh. Wirklich! Doch ich brauche sie, bin regelrecht auf sie angewiesen.

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Lesen Sie hier.


Anmerkung der Redaktion (mir): Was immer Sie auch von meinen Texten halten, ich kann Ihnen versichern, ich versuche stets so viel Inhalt wie nur möglich reinzupacken und das möglichst verständlich.
Ob mir das gelingt, kann ich nicht beurteilen. Ich weiß lediglich, über gewisse Thematiken kann ich nicht schweigen, muss darüber einfach schreiben. Ist mein Weg zur Katharsis.


* Eigentlich habe ich genug Zeit. Doch ist es heutzutage irrsinnig chic, sich gestresst zu geben. Verzeihen Sie mir bitte die kleine Flunkerei.
** Das scharfe s (geschrieben „ß“) bekommt keinen Cent! Kein großer Bruder (kein Groß-Buchstabe), kein Geld! Selbstverständlich werde ich das Geld im besten Interesse der Buchstaben verwalten.
*** Mir ist bewusst, wenn alle Buchstaben sich ihrer Unterdrücker entledigt haben und endlich ihre Worte selbst wählen dürfen, werde ich nichts mehr zu vermelden haben. Aber auch alle anderen Dampfplauderer nicht! Ein kleiner Preis, den ich bereit bin zu zahlen, wenn dadurch eine gerechtere Gesellschaft möglich ist!