Nein, das ist kein Rechtschreibfehler! Ich bin lediglich der Meinung, das Letzte, was diese Welt noch braucht, ist ein weiterer Blog. Trotzdem halte ich ein paar meiner Gedanken für durchaus brauchbar; manchmal sogar witzig. Außerdem hat es mich verdammt viel Mühe und Aufwand gekostet, meine unzähligen Gedanken der letzten Jahrzehnte auf all den Schmierzetteln, diversen Notizbücher oder Blöcke zu kritzeln. Und sogar noch mehr Mühe, sie anschließend zu ordnen und in Fließtext zu bringen. Also war klar: Ich musste sie veröffentlichen.

Jeder soll die Ergebnisse meiner geistigen Ergüsse lesen können. Schreib ich schließlich nicht, um mir die Zeit zu vertreiben oder gar, um nach getaner Arbeit die Werke keinem zu zeigen. Wäre ja total widersinnig, oder Franz K.? Nein, meine Intention war klar: Meine Texte sollten gelesen werden. Nur wie und wo?

Damals war das Internet wirklich noch Neuland! Das höchste der digitalen Gefühle war der Teletext. Vielleicht verstehen Sie nun, warum die Frage, wo ich meine Artikel denn veröffentlichen sollte, eine relevante war. Ein Leben ohne WLAN können sich junge Menschen heute vielleicht nicht mehr vorstellen?

Mir war klar, keiner würde meine akribisch ausgearbeiteten Bonmots je zu Gesicht bekommen, wenn diese lediglich analog* in meiner Wohnung rumliegen. Die Option, sie getarnt als Pamphlete auf der Straße zu verteilen oder gar von einem Balkon runter zu schmeißen, kam aus vielen Gründen nicht infrage. Nicht zuletzt, weil diese Lösungsansätze auch im analogen Zeitalter (so circa 1997) von wenig bis keinem Erfolg gekrönt gewesen wären.
Lösung? Genau! Im Internet. Selbst wenn es 1997 lediglich 1% der deutschen Bevölkerung nutzte, dachte ich mir, es ist wahrscheinlich viel wahrscheinlicher - zumindest aber größer als null - dass meine Texte dort irgendwann irgendjemand mal finden würde …

So entstand tick17.de, meine erste Internetpräsenz. Irgendwann später, als immer mehr Content (das sagt man heute im digitalen Zeitalter so!) folgte, musste ich für mehr Übersichtlichkeit sorgen. Ich brauchte verschiedene Kategorien, unterschiedliche Menüpunkte. Also erschuf ich „Mein Block“. Ich hätte ihn auch „Meine Notizen“, „Meine Gedanken“ oder „Meine Ideen“ nennen können, aber „Mein Block“ fand ich ungleich witziger.

Als dann Tanja ebenfalls ihre Sicht auf die Welt hier veröffentlichen wollte, habe ich den Bereich schlicht umbenannt in „Unser Block“, unterteilt in Tanjas und meine Werke. Nachvollziehbar, oder? Warum unsere Internetseite allerdings NONrelevant heißt, ist eine andere Geschichte und lediglich ein paar Klicks von diesen Worten entfernt.**

Okay, einer der Hauptgründe, warum ich meine Texte nicht in meiner Wohnung auslegen wollte: Mir sind Gäste auf NONrelevant einfach lieber als in unserer kleinen Wohnung. Schließlich muss ich mit digitalen Besuchern keine endlosen Diskussionen führen, ob sie während des Aufenthalts ihre Schuhe ausziehen.

Der langen Vorrede Sinn: Ich bin KEINE Blogger! Ich digitalisiere lediglich meine Blöcke!
Sollte ich jemals in Erfahrung bringen, was genau ich hier mache***, werde ich Sie, verehrter Leser, an dieser Stelle sofort darüber informieren.

Viel Spaß mit unserem Block.

Jochen


PS: Ich garantieren Ihnen, dass ich zu keiner Zeit mein Essen fotografieren und hier posten werde, egal wie verzweifelt ich auch sein mag, weil mir mal nichts einfällt.
PPS: Die Texte von tick17.de**** habe ich nicht mehr. Hab sie alle gelöscht. Das war auch gut, will ich sie doch keinem mehr zeigen. Voll kafkaesk von mir, oder? Okay, meine alten Texte waren einfach nur peinlich. Genau wie tick17. Und deswegen hab ich sie gelöscht. Aber das ändert nichts an der Tatsache, dass ich Franz Kafka toll finde.


* Entschuldigen Sie bitte meine kleine Flunkerei. Selbstverständlich liegen meine fertigen Artikel, Beiträge, Gedanken oder kurze Geschichten seit Langem schon nicht mehr analog in meiner Wohnung rum. Selbst Notizen erfasse ich seit geraumer Zeit digital. So sehr ich den Gedanken auch mag, mit einer Zigarette in der Hand meine Texte auf einer Schreibmaschine zu tippen, daneben ein Glas Whiskey, die Realität schaut anders aus.
** Hab da keinen Link gesetzt. Wenn Sie die Geschichte interessieren sollte, müssen Sie halt selber danach suchen. Mit ein bisschen Rechercheaufwand werden Sie das schaffen. Wenn nicht, ist es Ihnen anscheinend egal.
*** Ich spreche nur für mich, nicht für Tanja!
**** Nein, ich habe nicht gelogen! Ich habe die Texte wirklich nicht mehr. Nur dieses Drecks-Internet vergißt halt nix!

Zu guter Letzt

Das Betreiben meiner Internetseite kostet Geld, vor allem aber Zeit. Von dem einen habe ich weniger als vom anderen.*
Trotz dieser Mängel arbeite ich hart an meinen Texten, auch wenn der ein oder andere zuweilen nicht gelingen mag. Sollten Sie also an redigierten Texten oder gar faktenbasierten Inhalten interessiert sein, besuchen Sie eine der vielen Online-Tageszeitungen – die bieten in dieser Hinsicht deutlich mehr.

Doch für meine Unzulänglichkeiten können die Buchstaben nichts. Und auch wenn sie bei der Gestaltung meines Inhalts kein Mitspracherecht haben - sie arbeiten schließlich für mich! - möchte ich Ihnen ein guter Chef sein. Denn die armen Buchstaben machen wortlos, was ich ihnen auftrage, ja sie stehen zu mir. Sie schuften hart, bekommen keinen Lohn, sind nicht einmal krankenversichert.
Diese Ungerechtigkeit bereitet mir ein schlechtes Gewissen, es tut mir in der Seele weh. Wirklich! Doch ich brauche sie, bin regelrecht auf sie angewiesen.

Ohne Buchstaben keine Worte, keine Texte und folglich kein NONrelevant.

Meine Buchstaben erfüllen täglich brav ihr Werk, ohne zu murren. Allerdings werde ich es aus eigener Kraft nicht schaffen, sie gerecht – beziehungsweise überhaupt – zu entlohnen.

Fassen Sie sich also ein Herz und helfen Sie mir, den Buchstaben zu helfen. Spenden Sie jetzt!

Ihr Geld fließt direkt und ohne Umwege an meine 26 lateinischen Helfer.** Versprochen!
Je mehr Sie spenden, desto wahrscheinlicher ist es, dass meine armen Buchstaben sich irgendwann in Zukunft vielleicht eine eigene Existenz aufbauen können und endlich ihre Worte frei wählen dürfen.
Verdient hätten sie es! ***

(Das ist übrignes ein Spenden-Button und möchte gedrückt werden. Ganz herzlich!)

Wenn Sie der Meinung sind, meine Texte sind Ihr Geld nicht wert und denken, Sie können es besser, dann helfen Sie mir halt anderweitig.

Wie?
Lesen Sie hier.


Anmerkung der Redaktion (mir): Was immer Sie auch von meinen Texten halten, ich kann Ihnen versichern, ich versuche stets so viel Inhalt wie nur möglich reinzupacken und das möglichst verständlich.
Ob mir das gelingt, kann ich nicht beurteilen. Ich weiß lediglich, über gewisse Thematiken kann ich nicht schweigen, muss darüber einfach schreiben. Ist mein Weg zur Katharsis.


* Eigentlich habe ich genug Zeit. Doch ist es heutzutage irrsinnig chic, sich gestresst zu geben. Verzeihen Sie mir bitte die kleine Flunkerei.
** Das scharfe s (geschrieben „ß“) bekommt keinen Cent! Kein großer Bruder (kein Groß-Buchstabe), kein Geld! Selbstverständlich werde ich das Geld im besten Interesse der Buchstaben verwalten.
*** Mir ist bewusst, wenn alle Buchstaben sich ihrer Unterdrücker entledigt haben und endlich ihre Worte selbst wählen dürfen, werde ich nichts mehr zu vermelden haben. Aber auch alle anderen Dampfplauderer nicht! Ein kleiner Preis, den ich bereit bin zu zahlen, wenn dadurch eine gerechtere Gesellschaft möglich ist!

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