DurchGedacht

… noch zu sagen, wenn alles bereits gesagt wurde und doch keiner zuhört?

„Durch viele Zitate vermehrt man seinen Anspruch auf Gelehrsamkeit, vermindert den auf Originalität, und was ist Gelehrsamkeit gegen Originalität? Man soll Zitate also nur gebrauchen, wo man fremder Autorität wirklich bedarf.“
„Dank Gottes Gnade besitzen wir in diesem Land drei unglaublich wertvolle Dinge: die Freiheit des Gewissens, die Freiheit der Rede und die Klugheit, keine der beiden jemals in Anspruch zu nehmen.“
„Wer die Wahrheit hören will, den sollte man vorher fragen, ob er sie ertragen kann.“
„Der Mensch, der bereit ist, seine Freiheit aufzugeben, um Sicherheit zu gewinnen, wird beides verlieren."
„Mir ist die gefährliche Freiheit lieber als die ruhige Knechtschaft.“
„Im Übrigen gilt ja hier derjenige, der auf den Schmutz hinweist, für viel gefährlicher als der, der den Schmutz macht.“
„Viele Menschen würden eher sterben als denken. Und in der Tat: sie tuen es.“
„Es nützt der Freiheit nichts, dass wir sie abschaffen, um sie zu schützen.“
„Keinem vernünftigen Menschen wird es einfallen, Tintenflecken mit Tinte, Ölflecken mit Öl wegwaschen zu wollen. Nur Blut soll immer wieder mit Blut abgewaschen werden."
„Viele Menschen sind gut genug erzogen, um nicht mit vollem Mund zu sprechen, aber sie haben keine Bedenken, es mit leerem Kopf zu tun.“
„Wer die Wahrheit nicht weiß, ist bloß ein Dummkopf. Aber wer sie weiß und sie ein Lüge nennt, der ist ein Verbrecher.“

Am Ende bleibt:
„Es hört doch jeder nur, was er versteht.“

Ach ja, eins noch, diesmal aber wirklich das Letzte!
„Wenn sie es schaffen, dass Du Dir die Flaschen Fragen stellst, brauchen sie sich keine Sorgen über die Antworten zu machen.“


Wer hat was gesagt?

  • Arthur Schopenhauer
  • Mark Twain
  • Ernst R. Hauschka
  • Benjamin Franklin
  • Jean-Jacques Rosseau
  • Kurt Tucholsky
  • Bertrand Russel
  • Wolfgang Thierse
  • Bertha von Suttner
  • Orson Welles
  • Berthold Brecht
  • Johann Wolfgang von Goethe
  • Thomas Pynchon

 

“Die Ereignisse von 1933 bis 1945 hätten spätestens 1928 bekämpft werden müssen. Später war es zu spät. Man darf nicht warten, bis der Freiheitskampf Landesverrat genannt wird. Man darf nicht warten, bis aus dem Schneeball eine Lawine geworden ist. Man muss den rollenden Schneeball zertreten. Die Lawine hält keiner mehr auf. Sie ruht erst, wenn sie alles unter sich begraben hat.
Das ist die Lehre, das ist das Fazit dessen, was uns 1933 widerfuhr. Das ist der Schluss, den wir aus unseren Erfahrungen ziehen müssen, und es ist der Schluss meiner Rede. Drohende Diktaturen lassen sich nur bekämpfen, ehe sie die Macht übernommen haben.” 

Erik Kästner über das Verbrennen von Büchern

 

„Wer jung ist, kümmert sich heute ausschließlich um das Klima. Die Welt muss gerettet werden! Als ob irgendjemand apertis verbis das Gegenteil propagieren würde: Los, lasst uns den Planeten unbewohnbar machen, lasst ihn uns komplett zerstören! Mir erscheint, dass viele junge Menschen heute nicht mit Konflikten umgehen können. Wenn sie demonstrieren, dann tun sie es, um Dinge zu unterstützen, die sogar meine Katze unterschreiben würde. Sie sind den Konsens gewohnt, das schnelle Lob, den billigen Erfolg. Ihre Wirklichkeit ist von Handys und Likes geprägt.“

Ausschnitt aus dem Gastbeitrag „Und keiner steht auf“ von Mario Fortunato in der Süddeutschen Zeitung vom 9. November 2019.
In dem Beitrag geht es eigentlich um etwas anderes. Ich fand diesen Absatz jedoch erwähnenswert.

 

„Gibt eine Regierung einen schwerwiegenden Entscheid als wissenschaftlichen Imperativ aus, zwingt sie alle, die nicht als Feinde der Wissenschaft dastehen wollen, zu blinder Gefolgschaft und lässt politischen Widerstand nur noch in Form einer populistischen Fundamentalopposition zu."

Prof. Dr. Caspar Hirschi
Historiker, Universität St. Gallen

 

Irgendeinem ist es doch aufgefallen? In dem Fall dem Friedensforscher und Philosoph Carl Friedrich Freiherr von Weizsäcker:

„Das deutsche Volk ist absolut Obrigkeitshörig, des Denkens entwöhnt, typischer Befehlsempfänger, ein Held vor dem Feind, aber ein totaler Mangel an Zivilcourage. Der typische Deutsche verteidigt sich erst dann, wenn er nichts mehr hat, das sich zu verteidigen lohnt. Wenn er aber aus seinem Schlaf erwacht ist, dann schlägt er im blinden Zorn alles kurz und klein. Auch jenes, was ihm vielleicht noch helfen könnte!"

 

In Zeiten, in denen Sätze wie „Ich habe ja nix zu verbergen!“ Hochkonjunktur haben, möchte ich an die Worte des Theologen Martin Niemöller erinnern:
"Als die Nazis die Kommunisten holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Kommunist.
Als sie die Sozialdemokraten einsperrten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Sozialdemokrat.
Als sie die Gewerkschafter holten, habe ich geschwiegen; ich war ja kein Gewerkschafter. 
Als sie die Juden holten, habe ich geschwiegen; ich war kein Jude.
Als sie mich holten, gab es keinen mehr, der demonstrierte."