Extrablatt

Weil es inzwischen mehr Umweltverschmutzung gibt als Versprechen, die Umwelt zu schützen, sehen wir von NONrelevant uns zum Handeln gezwungen. Wir werden deswegen mit unseren Inhalten ab sofort weniger Müll produzieren. Versprochen!

Da angesichts der rasant ansteigenden Zahl von Wegwerfworten - meist verursacht durch Politiker, Konzerne sowie anderen Umweltheuchlern - das Klima im hohen Maß belastet wird, haben wir von NONrelevant beschlossen, auf den einmaligen Gebrauch von inhaltsleeren Einwegwörtern und auf verschwenderische Einweg-Euphemismen zu verzichten.

Wir von NONrelevant setzen fortan voll und ganz auf Mehrweg. Wir können es einfach nicht mit unserem Gewissen vereinbaren, die Weltmeere mit noch mehr Einweg-Phrasen zu verschmutzen.
Wir bitten um Ihr Verständnis, falls es aus vorgenannten Gründen zur Beeinträchtigung Ihres Lesevergnügens kommt.

Selbstverständlich nehmen wir alle Mehrweg-Worte von Ihnen zurück, auch jene, die Sie nicht hier gelesen haben. Spülen Sie diese bitte vor Rückgabe jedoch gut aus. Wir behalten uns vor, Worte, die nicht frei von Fäkalien sind, abzulehnen.

Dieser Text wurde in Grün verfasst und bedarf deswegen keines Umwelt-Zertifikats!
Und das Beste am vorgeheuchelten Umweltschutz, wir können so unsere Eintönigkeit wirklich nachhaltig verbergen.

 

Bild von Hannah Edgman von Pixabay

Eine Gruppe chinesische Gastronomen hatte über die letzten Jahrzehnte hinweg Tausende Intellektuelle gekidnappt. Unter den Geiseln befanden sich hauptsächlich Geisteswissenschaftler sowie Philosophen. Sie wurden unter sklavenähnlichen Verhältnissen von den Restaurantbetreibern gezwungen, sinnvollere Sprüche für ihre Glückskekse zu verfassen.

Der Glückskeks-Skandal ist so schrecklich wie verstörend. Dabei ist die Affäre um das Gebäck eher zufällig aufgeflogen. Eigentlich gingen Reporter des Magazins „Ethik heute“ der Frage nach, wie es in der westlichen Welt um die Moral steht. Während ihrer Recherchen zu dem Thema fiel den Journalisten jedoch auf, dass sie für ihre Hintergrundinformationen kaum noch Experten in den unzähligen Talkshows fanden, die kluges Zeug von sich geben. Da Moral warten kann, gingen die Reporter unverzüglich ihrer neuen Spur nach und konnten so letztendlich den Skandal um den Glückskeks aufdecken.

Am Ende ist es den vielen unkritischen Talkshows zu verdanken, dass die Journalisten nicht nur eines der brutalsten Verbrechen der letzten 20 Jahre aufdeckten, sondern auch das Leben der wahrscheinlich letzten Intellektuellen dieser Welt retteten.
Die Chancen stehen nun gut, dass nach Genesung der Geisteswissenschaftler und Philosophen die Unterhaltungen in den Talkshows endlich wieder klüger und vor allem kontroverser werden. Dennoch sollten Zuschauer von Diskussionssendungen erst mal nicht zu viel erwarten und vorerst noch den Sprüchen aus den Glückskeksen vertrauen.

Warum das Verschwinden von so vielen Intellektuellen nicht schon früher aufgefallen war, konnten die Reporter bis zum heutigen Tag nicht beantworten. Genauso wenig, wie es um die Moral der westlichen Welt steht.

Update 14.12.2020
Topmanager westlicher Großkonzerne verurteilen die Tat der chinesischen Gastronomen aufs Schärfste. Mit einer gemeinsamen Werbeaktion wollen sie zu mehr Humanität aufrufen, denn Menschen zur eigenen Bereicherung so auszubeuten, ist einfach unmoralisch.

 


Entschuldigen Sie bitte die beschissene Bildqualität. Ein besseres habe ich nicht.

Nach acht Tagen gehen die 12. olympischen Flugspiele zu Ende. 157 Vogelarten aus aller Welt trafen zusammen, um bei den internationalen Spielen „Beschiss von Autos“ auf dem Parkplatz am Münchner Olympiastadion teilzunehmen.

Gold holte sich Team Krähe. Der zweite Platz ging an Team Rabe. Weit abgeschlagen und mit knappem Abstand vor den Meisen erzielten die Tauben gerade noch Bronze. In der Einzelkategorie „zielgenauer Vogelschiss unter 1 cm“ eroberte der Zaunkönig das Siegertreppchen.

Warum in diesem Jahr die Ratten der Lüfte so schlecht abgeschnitten haben, weiß sich der Trainer nicht zu erklären. Am Verbot, Tauben zu füttern, konnte es nicht gelegen haben, denn das ignorieren die meisten alten Menschen. Vielleicht hängt das schlechte Abschneiden dieses Jahr mit dem Insektenstreben zusammen? Weniger Insekten bedeutet weniger Proteine für die Sportler. Viele Tauben hatten dieses Jahr einfach nicht die volle Scheißkraft.

Team Henne-Orloff aus Russland erzielte trotz Dopings keinerlei Erfolge. Nach Meinung vieler Sportexperten könnte das daran gelegen haben, weil das gesamte kommunistische Team bereits vor der Eröffnungsfeier über dem olympischen Feuer gegrillt wurde.

 

Kloanlage in Ephesos - Wiege der Demokratie und der Geschäftsbesprechungen

Wegen der Corona-Krise müssen immer mehr Büroangestellte von zu Hause arbeiten. Um ihre Zeit effizienter einzuteilen, nutzen viele den Toilettengang, um ihre Büro-Arbeiten zu verrichten.

Anlässlich Tausender Anfragen von Steuerzahlern zum Thema Teleheimarbeit stellt die Oberfinanzdirektion nun klar:
Badezimmer dürfen auch bei Homeoffice nicht als häusliches Arbeitszimmer steuerlich abgesetzt werden. Dabei ist es den Finanzämtern völlig Wurst, ob die Steuerzahler während ihrer „Geschäfts“-Sitzung aufwendige Excel-Listen oder nur mal schnell ein paar E-Mails bearbeiten. Die Dauer des Aufenthalts spielt keine Rolle. Lediglich abgetrennte Räume mit Schreibtisch können als Werbungskosten angesetzt werden.
Der Toilettenraum zählt auch dann nicht als Arbeitszimmer, wenn ein Schminkspiegel darin aufgestellt ist. Genauso wenig sind Toilettenpapier, Duftspender oder Raumsprays im steuerlichen Sinne notwendigen Arbeitsmittel.

Die Oberfinanzdirektion wird in der Corona-Krise keine Ausnahmen für den einfachen Steuerzahler machen und jedwede Verstöße mit der vollen Härte des Gesetztes ahnden. Lediglich die Steuerpraktiken der Großkonzerne dürfen weiterhin und ohne Abgrenzung bis zum Himmel stinken.

Wie so oft in Krisenzeiten zeigt sich die wahre Natur der Dinge. Die meisten Excel-Listen sind eh für’n Arsch.

 

Bild: Manfred Antranias Zimmer auf Pixabay

Da wegen der Corona-Maßnahmen Restaurants, Kneipen und Bars geschlossen bleiben, treffen sich immer mehr Menschen zum Saufen in Parks. Psychologen erachten das zwar als gute Alternative, um soziale Kontakte aufrecht zu erhalten, aber viele Feiernde lassen nach dem Zusammentreffen ihr Leergut achtlos liegen. Laut Mitarbeiter eines Ordnungsamts sieht man in manchen Parks vor lauter Flaschen das Gras nicht mehr.

Städtische Reinigungskräfte werden der Verschmutzung in den Grünanlagen nicht mehr Herr. Lange Zeit sah das Ordnungsamt jedoch keinen Handlungsbedarf. Die Leiter der städtischen Ämter gingen davon aus, Senioren würden die vielen Leergutflaschen aus den Parks schon wegschaffen. Interne Hochrechnungen zeigten, 15,9% der Senioren sind trotz gesetzlicher Rentenzahlung von Armut gefährdet. Mit dem Sammeln von Flaschen könnten sie völlig unbürokratisch ihre Bezüge aufbessern. Die Anzahl der armen Rentner hätte laut Sprecher des Ordnungsamts fürs Saubermachen aller öffentlichen Parkanlagen in Deutschland ausgereicht.
Eine Win-Win-Situation. Von Altersarmut bedrohten Senioren könnten durchs Flaschensammeln ihre Altersbezüge unkompliziert aufbessern, gleichzeitig bleiben die städtischen Parks sauber ohne zusätzliche Kosten für die Kommunen.

Nun müssen die Ordnungsämter zurückrudern. Ihr Konzept geht nicht auf, denn für Senioren lohnt sich das Aufsammeln der Pfandflaschen nicht. Die Deutsche Rentenversicherung sieht Erlöse aus dem Flaschensammeln als Einnahmen aus selbstständiger Tätigkeit an. Die Erträge daraus werden deswegen von den Altersbezügen abgezogen. Und arme Rentner sehen nicht ein, sich im hohen Alter völlig umsonst zu bücken. Das hatten sie bereits als Erwerbstätige fast ihr ganzes Leben lang gemacht.

 

Mit Spannung erwarteten mündige Bürger die heutige Regierungserklärung von Kanzlerin Merkel (CDU). Werden die Ausgangsbeschränkungen gelockert? Halten sie weiter an oder werden sie gar verschärft?

Vor der Pressekonferenz wirkte Frau Merkel deutlich nervöser als sonst, obwohl mehrer überbezahlte Experten unabhängig voneinander den Pressetext auf Herz und Nieren überprüften. Fehler waren somit so gut wie unmöglich.
Wie die Kanzlerin später ausgewählten Pressevertretern mitteilte, war die Überprüfung ihrer Ankündigung durch so viele unabhängige Sachverständigen zwingend nötig, wollte sie doch unter keinen Umständen den Fehler von Günter Schabowski (SED) wiederholen. Aus eigener Erfahrung wusste sie, dass Ankündigungen zur Aufhebung von Ausgangsbeschränkung nicht unbedingt so laufen wie geplant.

Frau Merkel (ehemals FDJ) war klar, nur ein falsches Wort in ihrem Pressetext hätte einen erneuten Massenansturm auf die außerdeutschen Grenzen auslösen oder, noch schlimmer, das Volk zu unnötigen Diskussionen über Demokratie und Freiheit verleiten können. Ihrer Ansicht nach seien demokratische Debatten in so einer kritischen Zeit einfach sinnfrei und würden die Kanzlerin lediglich nerven.

 

Dem Wissenschaftler Theo Bill gelang ein wichtiger Durchbruch im Kampf gegen spezielle Viren. In Fachkreisen wird seine Entdeckung als medizinische Sensation gefeiert und Kollegen nennen seinen Namen bereits in einem Atemzug mit Alexander Flemming, den Entdecker des Penicillins. Nach jahrzehntelanger intensiver Forschung ist es dem Wissenschaftler Theo Bill endlich gelungen, ein Desinfektionsmittel herzustellen, das selbst die letzten 0,1% der Bakterien und speziellen Vieren beseitigen.

Eine großartige Nachricht für Hersteller von Desinfektionsmitteln. Endlich können sie auch 100% auf ihre Verpackungen drucken und somit zu ihrer Konkurrenz aufschließen, den Herstellern von veganen Lotionen, Cremes und Lippenstiften. Denn die werben bereits seit vielen Jahren mit dem 100%-Logo, auch wenn ihre ganzheitlich tierfreien Kosmetika zu 99,9% nicht zum Verzehr geeignet sind.