VorbeiGedacht!

Lebensmittelbranche schlittert nach Mogelpackung in nächsten Skandal. Wie aus geheimen Dokumenten hervorgeht, wurden Käufer von Frischfleischwaren über mehrere Jahrzehnte schamlos ausgebeutet. Ersten Schätzungen zufolge kassierten viele Metzgereien regelmäßig von ihren Kunden bis zu 30 % mehr ab.
Warum der Betrug so lange nicht aufgedeckt wurde, konnte die Polizei bisher noch nicht klären. Den Satz „Darf’s a bisserl mehr sein?“ hielten alle Beteiligten lediglich für die Unfähigkeit der Fleischfachverkäuferinen, die die gewünschte Menge Wurst einfach nicht richtig abzupacken vermochte. Keiner vermutete dahinter einen groß aufgezogene Betrugsmaschinerie.
Auch der Bund für Naturschutz erhebt nun schwere Anschuldigungen. In den letzten 50 Jahren wurden deswegen mehr Tiere getötet, als es nötig war. So verendeten viele Tiere sinnlos im Müll.

 

Bild: mohamed_hassan von Pixabay

Die Große Koalition prüft die Möglichkeit, Hilfsgüter zukünftig mit Amazon in Krisengebiete zu versenden. Laut eines Sprechers des Verteidigungsministeriums verfügt Amazon über eine viel bessere Logistik als die Bundeswehr und die Lieferanten haben in den meisten Fällen auch bessere Schuhe als die Soldaten. Überdies versichert der Onlineversand-Händler der Bundesregierung, bei einer Prime-Mitgliedschaft die Hilfsgüter noch am selben Tag zu liefern.
Außerdem müssten bei Onlinezustellung die Hilfsgüter mit dem Einverständnis der Empfänger nicht mehr persönlich angenommen werden und könnten einfach vor der Tür abgestellt werden. Ideal, wenn die Kinder gerade an der Front kämpfen und die Eltern vor den Bomben fliehen. Problematisch wird es nur, wenn wegen Zerstörung durch Granaten oder ähnliches die Tür nicht mehr vorhanden ist. Die Bundesregierung untersucht in diesem Fall, wann Pakete als zugegangen gelten.

Damit Amazon in Zukunft Hilfslieferungen noch schneller zustellen kann, testet der Onlinehändler zusammen mit der Air-Base in Ramstein die Auslieferung per Drohne. Dies gestaltet sich jedoch schwieriger als angenommen, da Menschen in Kriegsgebieten dazu tendieren, schnell wegzulaufen, wenn sie Drohnen sehen.

 


Bild: Clker-Free-Vector-Images

Nach Ankündigung Merkels vom vergangenen Samstag waren viele Lobbyisten kurzzeitig verwirrt. Die Bundeskanzlerin hatte in ihrer wöchentlichen Videobotschaft bekannt gegeben, dass die Bürger mehr über die Arbeit der Regierung erfahren und sich frühzeitig an Gesetzentwürfen beteiligen sollen. Die Bundesregierung will ihre Arbeit damit transparenter machen.

Lobbyisten können die plötzliche Richtungsänderung Merkels nicht nachvollziehen. Nachdem sie jahrelang Geld in die Politik gesteckt haben, soll auf einmal Schluss sein? Wie sollen Lobbyisten bei soviel Transparenz noch im Verborgenen arbeiten und welcher Politiker wird ohne Geldspenden noch auf sie hören? Viele Lobbyisten fühlen sich betrogen. Das ist ungerecht, denn Wähler müssen kein Geld zahlen, um Politiker dazu zu bringen, Gesetze zu machen.
Das verstößt nach Meinung der meisten Lobbyisten gegen das Gleichheitsprinzip. Außerdem kann das Volk beim Thema Kapitalismus gar nicht mitreden, das ist für den einfachen Wähler schlicht zu komplex und undurchsichtig.

Der Lobbyistenverband konnte jedoch bereits am Sonntag Entwarnung geben. Wie der Vorstand aus sicherer Quelle erfahren haben soll, ist es zweierlei, was Politiker sagen und was sie davon auch umsetzen.

 

Bild: TGspot - Creative-Commons (CC BY-SA 4.0) - Bild für NONrelevant oben und unten beschnitten

Der Kamera-Wahnsinn geht weiter. Die neuesten Smartphones haben bereits bis zu fünf Kameras auf der Rückseite und zwei auf der Vorderseite. Käufer dieser Geräte reagieren aber zunehmend genervt, da sie gar nicht so viel Klebeband daheim haben, um alle Kameras abzudecken. 

Aus Sicht des Verbraucherschutzes liegt der Vorteil von so vielen Kameras in Smartphones momentan nur bei Firmen und Staaten, die spionieren wollen. Früher mussten sich alle eine Kamera teilen, heute kann jeder separat auf eine zugreifen. So ist Kamera 1 für die amerikanischen Geheimdienste reserviert, Kamera 2 für die kommunistischen Geheimdienste. Soziale Medien und Google greifen ausschließlich auf Kamera 3 und 4 zu. Kamera 5 dürfen die Staaten nutzen, die immer noch mit der IT-Technologie hinterherhinken und auf das neue Land mit schnellem und flächendeckendem Internet warten.

Datenschützer sind alarmiert und fordern nun, dass Nutzer demokratischer Institutionen zumindest die Wahl haben sollten, wer auf welche Kamera zugreift, denn nichts ist in einer Demokratie wichtiger als die Wahlfreiheit.

 


Bild: raon20130 von Pixabay (das Foto habe ich unten und oben beschnitten)

Auswärtiges Amt gibt Reisewarnung für die Küsten am Mittelmeer aus. Deutsche Touristen sollen unbedingt den Kontakt mit toten Flüchtlingen, die an den Strand geschwemmt wurden, vermeiden. Die Gefahr von ansteckenden Seuchen durch tote Flüchtlinge im Mittelmeer sei gerade zur warmen Jahreszeit sehr hoch.
In der Warnung ist das Reisen in Mittelmeerländer wie Tunesien nicht explizit untersagt, es wird jedoch dringend empfohlen, die von den Hotels bereitgestellten Schwimmbecken zu nutzen. Für all jene, die sich nicht davon abhalten lassen, im Meer zu baden, bittet das Auswärtige Amt folgenden Hinweis zu beachten: Je weniger Tote im Meer treiben, desto weniger besteht die Gefahr auf Ansteckung. Niemand wisse schließlich so genau, wo die am Strand treibenden Flüchtlinge vorher überall gewesen sind. Weiter heißt es in der Reisewarnung, man solle sich die Haut nach dem Baden im Mittelmeer zwingend mit einem desinfizierendem Tuch gründlich abreiben.

Damit auch die All-Inclusive Gäste an der Mittelmeerküste exklusive und ohne Reue die vom Reiseanbieter versprochene heile Welt genießen können, stellten bereits viele Hotels riesige Medienleinwände mit Bildern von idyllischen Sandstränden auf. Welche Strand-Bilder die Touristen zu sehen bekommen, entscheidet übrigens Microsofts Bildschirmschoner per Zufall. Die meisten Hotelgäste stört das nicht, denn sie wissen eh nicht, wie der Strand vor einem All-Inclusive Hotel tatsächlich aussieht.

Für Urlauber, die überhaupt nichts von ertrunkenen Flüchtlingen wissen wollen, stehen natürlich die heimischen Freibäder zur Verfügung. Das im Wasser enthaltene Chlor desinfiziert nicht nur das Urin der Badegäste, sondern auch sämtliche Keime aus aller Welt.

 

Bild: Alexas_Fotos von pixabay

Die Grünen haben auf ihrer letzten Parteisitzung festgestellt, dass sie mit Umweltthemen tatsächlich grüne Wähler erreichen. Um sich beim Thema Umweltschutz aber von anderen Parteien nicht abhängen zu lassen, tun sie alles, um jegliche CO2-Belastung im Keim zu ersticken. Deswegen plädieren sie nun für die Zusammenlegung der Auslieferungen von Waffen und Hilfsgütern in Krisengebiete. Durch das getrennte Liefern fliegen viele Transportflugzeuge lediglich halb voll. Das könnte durch geschickte Nutzung von Synergie-Effekten mit Hilfswerken, wie z. B. „Brot für die Welt“ vermieden und somit der Flugverkehr massiv eingeschränkt werden. Experten der Grünen haben nämlich herausgefunden, dass nach erhöhtem Waffengebrauch in Kriegsgebieten Teile der leidenden Bevölkerung vermehrt Hilfsgüter nachfragen.
Und da die Grünen Umwelt viel ernster nehmen als sämtliche Parteien zusammen, wollen sie natürlich auch in den Kriegsgebieten die Luft sauber halten. Es wäre nicht sehr human, wenn man die geschwächten Überlebenden auch noch unnötig mit Feinstaub belastet.
Waffenlieferungen komplett zu stoppen, kommt für die Grünen nicht in Frage, denn sozial ist immer noch, was Arbeit schafft. Die Waffenindustrie beschäftigt allein in Deutschland knapp 100.000 Menschen.