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Die Demokratie verbietet es, den Wähler zu zwingen. Ihn zu überzeugen ist erlaubt. Wo das Überzeugen endet und die Manipulation beginnt, sagt sie nicht. Sie kann es auch nicht sagen, ohne eine Instanz über den Souverän zu stellen. Also ist erlaubt, was wirkt: Kampagnen, Werbung, künstliche Empörung. Man nennt es Meinungsbildung. Das Wort sagt mehr, als es soll. Die Meinung wird gebildet – von außen.

Zustimmung ist ein Produkt. Sie lässt sich herstellen. Nicht nur in Diktaturen, sondern gerade in freien Gesellschaften. Durch Propaganda. Das ist kein Vergehen gegen die Demokratie, das ist ihr Funktionsprinzip: die bewusste und intelligente Manipulation der Massen. Wer regieren will, organisiert Mehrheiten. Die Werkzeuge dafür liegen offen. Sie zu benutzen, ist nicht verboten. Es ist Wahlkampf.

Wer die Demokratie abschaffen will, muss das Verfahren nicht brechen. Er nutzt es – mit denselben Mitteln, mit denen alle anderen ihre Mehrheiten organisieren. Die Erfindung des inneren Feindes, die Bewirtschaftung der Angst, das Versprechen von Ordnung: alles aus derselben Werkzeugkiste, alles erlaubt. Es gibt keinen Punkt, an dem das System eingreifen könnte, ohne sich selbst aufzuheben. Die Überzeugungsarbeit für das Ende ist so legal wie jede andere.

Die Demokratie liefert nicht nur das Recht auf ihre eigene Abschaffung mit. Sie liefert auch die Werkzeuge, die nötige Mehrheit dafür zu beschaffen. Man muss nicht einmal lügen. Man muss nur überzeugen – und Überzeugen ist erlaubt. Das Recht und die Werkzeuge waren von Anfang an im System angelegt.


Bild erstellt mit Grok

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Zu guter Letzt

Das Betreiben meiner Internetseite kostet Geld, vor allem aber Zeit. Von dem einen habe ich weniger als vom anderen.*
Trotz dieser Mängel arbeite ich hart an meinen Texten, auch wenn der ein oder andere zuweilen nicht gelingen mag. Sollten Sie also an redigierten Texten oder gar faktenbasierten Inhalten interessiert sein, besuchen Sie eine der vielen Online-Tageszeitungen – die bieten in dieser Hinsicht deutlich mehr.

Doch für meine Unzulänglichkeiten können die Buchstaben nichts. Und auch wenn sie bei der Gestaltung meines Inhalts kein Mitspracherecht haben - sie arbeiten schließlich für mich! - möchte ich Ihnen ein guter Chef sein. Denn die armen Buchstaben machen wortlos, was ich ihnen auftrage, ja sie stehen zu mir. Sie schuften hart, bekommen keinen Lohn, sind nicht einmal krankenversichert.
Diese Ungerechtigkeit bereitet mir ein schlechtes Gewissen, es tut mir in der Seele weh. Wirklich! Doch ich brauche sie, bin regelrecht auf sie angewiesen.

Ohne Buchstaben keine Worte, keine Texte und folglich kein NONrelevant.

Meine Buchstaben erfüllen täglich brav ihr Werk, ohne zu murren. Allerdings werde ich es aus eigener Kraft nicht schaffen, sie gerecht – beziehungsweise überhaupt – zu entlohnen.

Fassen Sie sich also ein Herz und helfen Sie mir, den Buchstaben zu helfen. Spenden Sie jetzt!

Ihr Geld fließt direkt und ohne Umwege an meine 26 lateinischen Helfer.** Versprochen!
Je mehr Sie spenden, desto wahrscheinlicher ist es, dass meine armen Buchstaben sich irgendwann in Zukunft vielleicht eine eigene Existenz aufbauen können und endlich ihre Worte frei wählen dürfen.
Verdient hätten sie es! ***


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Wenn Sie der Meinung sind, meine Texte sind Ihr Geld nicht wert und denken, Sie können es besser, dann helfen Sie mir halt anderweitig.

Wie?
Lesen Sie hier.


Anmerkung der Redaktion (mir): Was immer Sie auch von meinen Texten halten, ich kann Ihnen versichern, ich versuche stets so viel Inhalt wie nur möglich reinzupacken und das möglichst verständlich.
Ob mir das gelingt, kann ich nicht beurteilen. Ich weiß lediglich, über gewisse Thematiken kann ich nicht schweigen, muss darüber einfach schreiben. Ist mein Weg zur Katharsis.


* Eigentlich habe ich genug Zeit. Doch ist es heutzutage irrsinnig chic, sich gestresst zu geben. Verzeihen Sie mir bitte die kleine Flunkerei.
** Das scharfe s (geschrieben „ß“) bekommt keinen Cent! Kein großer Bruder (kein Groß-Buchstabe), kein Geld! Selbstverständlich werde ich das Geld im besten Interesse der Buchstaben verwalten.
*** Mir ist bewusst, wenn alle Buchstaben sich ihrer Unterdrücker entledigt haben und endlich ihre Worte selbst wählen dürfen, werde ich nichts mehr zu vermelden haben. Aber auch alle anderen Dampfplauderer nicht! Ein kleiner Preis, den ich bereit bin zu zahlen, wenn dadurch eine gerechtere Gesellschaft möglich ist!