Demokratie – jetzt auch als Abo-Modell!

Willkommen in der Mitmach-Illusion 2025. Demokratie funktioniert heute wie ein Streamingdienst: Du bekommst ein paar Wahlversprechen, klickst auf „Abonnieren“ und das Programm läuft weiter - ohne dich. Mindestvertragslaufzeit? Vier Jahre. Kündigung? Eigentlich nicht vorgesehen.

Mitbestimmung: Nur solange der Vorrat reicht!

„Herrschaft des Volkes“ - vom Konzept her eine gute Idee. In der Realität heute heißt es: Danke fürs Vertrauen, jetzt bitte schweigt für vier Jahre. Wir sind ein Volk unter Verwaltung. Die Gewählten spielen Regieren und das Volk konsumiert.

Das Volk wählt, die Krone glänzt!

Demokratie klingt stark. Aber was bringt Stärke, wenn sie nur auf Wahlplakaten glänzt? Volksbeteiligung? Ein hübsches Accessoire – wie die Krone auf dem Kopf eines Monarchen: glänzt prächtig, aber das Volk darf sie nicht anfassen, geschweige denn tragen.

Alle Macht dem Volke!

Demokratie lebt vom Volk? Wirklich? Praktisch lebt dieses System vom kollektiven Desinteresse – und vom höfischen Applaus der Öffentlich-Rechtlichen. Und wehe, du willst mitreden. Dann bist du plötzlich unbequem. Oder schlimmer: „populistisch“. Denn echte Demokratie ist anstrengend. Und wer will das schon?

Bequem verdrängt!

Vielleicht haben wir den Sinn von Demokratie nie ganz verstanden. Oder wir haben ihn verstanden und dann gegen ein bequemes Abo-Modell getauscht - für den gemütlichen Fernsehabend auf der Couch. Mit automatischer Verlängerung. Push-Nachrichten vom Wahrheits-Ministerium inklusive.
Egal! Du wählst. Sie regieren, oder auch nicht. Du hoffst. Sie verwalten. Du fragst. Sie nicken – und machen weiter wie bisher. Hauptsache die Wahl war frei. Irgendwie!

Jetzt mitmachen!

Bevor uns die Demokratie endgültig entgleitet. Denn am Ende hängt der ErVolk einer Demokratie von den Beteiligten ab. Oder ist es schon zu spät - und die wahre Macht liegt längst bei denen, die nie zur Wahl standen, aber trotzdem seit Jahrzehnten durchregieren? Am Ende müssen wir uns wohl eingestehen, unsere Demokratie ist erVolksarm!


Bild: Copilot von Microsoft

 

Zu guter Letzt

Das Betreiben meiner Internetseite kostet Geld, vor allem aber Zeit. Von dem einen habe ich weniger als vom anderen.*
Trotz dieser Mängel arbeite ich hart an meinen Texten, auch wenn der ein oder andere zuweilen nicht gelingen mag. Sollten Sie also an redigierten Texten oder gar faktenbasierten Inhalten interessiert sein, besuchen Sie eine der vielen Online-Tageszeitungen – die bieten in dieser Hinsicht deutlich mehr.

Doch für meine Unzulänglichkeiten können die Buchstaben nichts. Und auch wenn sie bei der Gestaltung meines Inhalts kein Mitspracherecht haben - sie arbeiten schließlich für mich! - möchte ich Ihnen ein guter Chef sein. Denn die armen Buchstaben machen wortlos, was ich ihnen auftrage, ja sie stehen zu mir. Sie schuften hart, bekommen keinen Lohn, sind nicht einmal krankenversichert.
Diese Ungerechtigkeit bereitet mir ein schlechtes Gewissen, es tut mir in der Seele weh. Wirklich! Doch ich brauche sie, bin regelrecht auf sie angewiesen.

Ohne Buchstaben keine Worte, keine Texte und folglich kein NONrelevant.

Meine Buchstaben erfüllen täglich brav ihr Werk, ohne zu murren. Allerdings werde ich es aus eigener Kraft nicht schaffen, sie gerecht – beziehungsweise überhaupt – zu entlohnen.

Fassen Sie sich also ein Herz und helfen Sie mir, den Buchstaben zu helfen. Spenden Sie jetzt!

Ihr Geld fließt direkt und ohne Umwege an meine 26 lateinischen Helfer.** Versprochen!
Je mehr Sie spenden, desto wahrscheinlicher ist es, dass meine armen Buchstaben sich irgendwann in Zukunft vielleicht eine eigene Existenz aufbauen können und endlich ihre Worte frei wählen dürfen.
Verdient hätten sie es! ***

(Das ist übrignes ein Spenden-Button und möchte gedrückt werden. Ganz herzlich!)

Wenn Sie der Meinung sind, meine Texte sind Ihr Geld nicht wert und denken, Sie können es besser, dann helfen Sie mir halt anderweitig.

Wie?
Lesen Sie hier.


Anmerkung der Redaktion (mir): Was immer Sie auch von meinen Texten halten, ich kann Ihnen versichern, ich versuche stets so viel Inhalt wie nur möglich reinzupacken und das möglichst verständlich.
Ob mir das gelingt, kann ich nicht beurteilen. Ich weiß lediglich, über gewisse Thematiken kann ich nicht schweigen, muss darüber einfach schreiben. Ist mein Weg zur Katharsis.


* Eigentlich habe ich genug Zeit. Doch ist es heutzutage irrsinnig chic, sich gestresst zu geben. Verzeihen Sie mir bitte die kleine Flunkerei.
** Das scharfe s (geschrieben „ß“) bekommt keinen Cent! Kein großer Bruder (kein Groß-Buchstabe), kein Geld! Selbstverständlich werde ich das Geld im besten Interesse der Buchstaben verwalten.
*** Mir ist bewusst, wenn alle Buchstaben sich ihrer Unterdrücker entledigt haben und endlich ihre Worte selbst wählen dürfen, werde ich nichts mehr zu vermelden haben. Aber auch alle anderen Dampfplauderer nicht! Ein kleiner Preis, den ich bereit bin zu zahlen, wenn dadurch eine gerechtere Gesellschaft möglich ist!

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