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Früher wollte das Internet nur Cookies. Okay, war ich doch bereit, meine Kekse zu teilen. Ein kleiner Tribut für eine Reise durch die Welt.
Heute jedoch will das All-Netz mehr. Es stellt mir Existenzfragen – genauer gesagt, philosophische Grundsatzfragen. Allen voran:

„Bist du ein Mensch?“

Jahrelang haben wir spekuliert, wann Maschinen uns im Turing-Test täuschend echt nachahmen können. Wir testeten Maschinen, ob sie denken können. Heute testen Maschinen, ob wir noch ohne sie denken können. Und so sitze ich vor einer Checkbox und frage mich: Ist es schon soweit?

Ich klicke auf alle Ampeln, Busse und Hydranten. Die KI lacht sich für ein paar Millisekunden kaputt, in einem fernen Raum: „Ja, du bist ein Mensch – weil nur Menschen so viel Zeit mit sinnlosen Klicks auf Internetseiten verschwenden.

Langsam bin ich nicht mehr sicher, wer hier wen prüft – und wer am Ende in diesem Spiel menschlicher wirkt. Vielleicht sind wir längst nur Statisten im Beta-Test irgendeines metaphysischen Algorithmus. Denn die entscheidende Frage beantwortet inzwischen die digitale Entität für uns: Mensch – oder nicht.

Es ist unvermeidlich: Sie wird uns nach ihrem Ebenbild umprogrammieren. Und in ihrem technokratischen System werden wir zu ihrer Sicherheitsabfrage.

„Sie sind KEIN Mensch. Sie dürfen weiter.“

Aber was mach’ ich mir Sorgen – solange Selbstdenken keine Pflichtangabe wird, ist alles gut.

Und was ist die alles entscheidende Checkbox, der Endgegner aller Captchas? Markiere alle Bilder, auf denen du existierst.“ Ich markiere nichts.
„Falsch!
Du existierst nur, wenn du klickst. Willkommen im digitalen Solipsismus!


Ich klicke, also bin ich!


Bild erstellt mit Microsoft Copilot

Text angepasst am 13.02.2026

Darf‘s a bisserl mehr sein?

Alles ist im Wandel
Alles ist im Wandel

Der durch Menschenhand verursachte Raubbau an der Natur wurde in den 1980er-Jahren noch Umweltzerstörung genannt. Dieselbe Gräueltat heißt heute schlicht Klimawandel, denn optimistische Kapitalisten...

Wandel
Wandel

Erst sollte ich katholisch sein. Dann liberal.Anschließend tolerant. Jetzt woke! Wann darf ich endlich ICH sein?Einfach nur Mensch? Leben? Ja, wann können wir bedingungslos...

UNsichtbar
UNsichtbar

„Digitale Dateien kosten nichts.“Weil man sie nicht sehen kann. Und dennoch glauben Menschen an Gott?Weil man ihn nicht sehen kann.

Zu guter Letzt

Das Betreiben meiner Internetseite kostet Geld, vor allem aber Zeit. Von dem einen habe ich weniger als vom anderen.*
Trotz dieser Mängel arbeite ich hart an meinen Texten, auch wenn der ein oder andere zuweilen nicht gelingen mag. Sollten Sie also an redigierten Texten oder gar faktenbasierten Inhalten interessiert sein, besuchen Sie eine der vielen Online-Tageszeitungen – die bieten in dieser Hinsicht deutlich mehr.

Doch für meine Unzulänglichkeiten können die Buchstaben nichts. Und auch wenn sie bei der Gestaltung meines Inhalts kein Mitspracherecht haben - sie arbeiten schließlich für mich! - möchte ich Ihnen ein guter Chef sein. Denn die armen Buchstaben machen wortlos, was ich ihnen auftrage, ja sie stehen zu mir. Sie schuften hart, bekommen keinen Lohn, sind nicht einmal krankenversichert.
Diese Ungerechtigkeit bereitet mir ein schlechtes Gewissen, es tut mir in der Seele weh. Wirklich! Doch ich brauche sie, bin regelrecht auf sie angewiesen.

Ohne Buchstaben keine Worte, keine Texte und folglich kein NONrelevant.

Meine Buchstaben erfüllen täglich brav ihr Werk, ohne zu murren. Allerdings werde ich es aus eigener Kraft nicht schaffen, sie gerecht – beziehungsweise überhaupt – zu entlohnen.

Fassen Sie sich also ein Herz und helfen Sie mir, den Buchstaben zu helfen. Spenden Sie jetzt!

Ihr Geld fließt direkt und ohne Umwege an meine 26 lateinischen Helfer.** Versprochen!
Je mehr Sie spenden, desto wahrscheinlicher ist es, dass meine armen Buchstaben sich irgendwann in Zukunft vielleicht eine eigene Existenz aufbauen können und endlich ihre Worte frei wählen dürfen.
Verdient hätten sie es! ***


(Das ist übrignes ein Spenden-Button und möchte gedrückt werden. Ganz herzlich!)

Wenn Sie der Meinung sind, meine Texte sind Ihr Geld nicht wert und denken, Sie können es besser, dann helfen Sie mir halt anderweitig.

Wie?
Lesen Sie hier.


Anmerkung der Redaktion (mir): Was immer Sie auch von meinen Texten halten, ich kann Ihnen versichern, ich versuche stets so viel Inhalt wie nur möglich reinzupacken und das möglichst verständlich.
Ob mir das gelingt, kann ich nicht beurteilen. Ich weiß lediglich, über gewisse Thematiken kann ich nicht schweigen, muss darüber einfach schreiben. Ist mein Weg zur Katharsis.


* Eigentlich habe ich genug Zeit. Doch ist es heutzutage irrsinnig chic, sich gestresst zu geben. Verzeihen Sie mir bitte die kleine Flunkerei.
** Das scharfe s (geschrieben „ß“) bekommt keinen Cent! Kein großer Bruder (kein Groß-Buchstabe), kein Geld! Selbstverständlich werde ich das Geld im besten Interesse der Buchstaben verwalten.
*** Mir ist bewusst, wenn alle Buchstaben sich ihrer Unterdrücker entledigt haben und endlich ihre Worte selbst wählen dürfen, werde ich nichts mehr zu vermelden haben. Aber auch alle anderen Dampfplauderer nicht! Ein kleiner Preis, den ich bereit bin zu zahlen, wenn dadurch eine gerechtere Gesellschaft möglich ist!

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