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Bundeswehr: Krieg soll künftig vorschriftsmäßig ablaufen

Bundeswehr: Krieg soll künftig vorschriftsmäßig ablaufen

Berlin – Deutschland macht sich kriegstüchtig, und es tut das mit der gebotenen Gründlichkeit. Das Kriegsministerium versichert, dass der neue Wehrdienst wie auch die Aufrüstung der Truppe sämtliche geltenden Vorschriften erfüllen. Man wolle nichts dem Zufall überlassen – jedenfalls nicht, solange er nicht ordnungsgemäß erfasst und dokumentiert ist.

So sollten zunächst jene, die eines Tages eingezogen werden könnten, eine neue Regel beachten: Männer zwischen 17 und 45 Jahren müssen längere Auslandsaufenthalte von der Bundeswehr genehmigen lassen. Wer das Land verlässt, muss dennoch verfügbar bleiben. Im Bedarfsfall entscheidet ein General, welcher dieser Männer für Deutschland zu sterben hat.

Nach Kritik wurde die Vorschrift wieder kassiert. Ein handwerklicher Fehler, hieß es. Man habe sie umgehend per Erlass zurückgezogen. Die Freiheit zu reisen besteht seither wieder uneingeschränkt … nach Aktenlage sofort und unverzüglich. Bis zum nächsten handwerklichen Fehler.

Auch an die eigene Rechtslage hat man gedacht. Weil sich der Geschlechtseintrag seit dem Selbstbestimmungsgesetz per einfacher Erklärung ändern lässt, stellte sich theoretisch die Frage, wer im Verteidigungsfall überhaupt heranzuziehen wäre. Vorsorglich wurde daher eine Klausel eingefügt: Im Ernstfall zähle nicht, was jemand erkläre, sondern was zum Zeitpunkt der Wehrerfassung vermerkt war. Ein Prinzip, das aus Gründen der Registerkonsistenz zwingend geboten sei. Selbstbestimmung gelte selbstverständlich weiterhin uneingeschränkt – bis auf Weiteres.

Gefechte müssen bis 2032 ISO-14001-zertifiziert stattfinden.

Sorgfältig ist man ebenso beim Gerät. Ein neues Gefechtsfahrzeug musste in der Entwicklung so geplant werden, dass es den Vorschriften des Mutterschutzes genügt – schwangerschaftstauglich, von der Konstruktion an. Das Fahrzeug, dessen eigentlicher Zweck die Vernichtung ist, darf zuvor keine werdende Mutter gefährden. Auch nicht diejenigen, die sich erst kürzlich als solche identifiziert haben. Inklusion hört schließlich nirgends auf.

Ein Sprecher fasste es zusammen: „Wir nehmen unsere Verantwortung ernst.“ Geprüft werde alles – die Reisewege der noch nicht Eingezogenen, die Arbeitssicherheit am Kampfpanzer, demnächst der CO₂-Ausstoß im Feld und die diversitätssensible Auswahl geeigneter Zielpersonen. Der Mensch bleibe zwar weiterhin das Hauptopfer, aber zumindest nicht mehr das klimaschädlichste – und hoffentlich auch nicht mehr das am wenigsten inklusive.

Nur eines bleibt, dem Vernehmen nach, vorerst ungeregelt: das Sterben. Dafür, so heißt es, sei keine Stelle zuständig.


Bild erstellt mit Grok

Darf‘s a bisserl mehr sein?

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