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Um Kinderarmut endlich wirksam zu bekämpfen, empfiehlt die Familienministerin allen Ungeborenen, ihre Geburtsumstände künftig eigenverantwortlich zu optimieren und vorzugsweise in wohlhabenden Haushalten zur Welt zu kommen. Eine eigens beauftragte Studie bestätigt diesen innovativen Ansatz: Kinderarmut tritt nahezu ausschließlich dort auf, wo Kinder in armen Familien geboren werden. Experten sprechen von einem strukturellen Zusammenhang.

Die Untersuchung wurde von einer ausdrücklich unabhängigen NGO durchgeführt, deren Finanzierung zu großen Teilen aus Mitteln desselben Ministeriums stammt. Dieser Umstand sei jedoch, wie man dort betont, rein technischer Natur. Unabhängigkeit sei vor allem dadurch gekennzeichnet, dass man die Frage nach der Finanzierung für unangemessen hält.

Besonders bemerkenswert ist die zentrale Erkenntnis des Berichts: Wer reich geboren wird, hat ein signifikant geringeres Risiko, arm zu sein. Diese Einsicht gilt in Fachkreisen bereits jetzt als potenzieller Durchbruch in der Armutsforschung. Erste Stimmen fordern, das Konzept der „sozialverträglichen Geburt“ zeitnah in politische Leitlinien zu überführen.

Finanziert wurde die Studie aus dem Etat für staatliche Bildungseinrichtungen. Die ursprünglich für Maßnahmen gegen Kinderarmut vorgesehenen Mittel waren zu diesem Zeitpunkt bereits erfolgreich eingespart oder in dringlichere Projekte umgeschichtet worden. Aus dem Ministerium heißt es, man habe damit wichtige Spielräume geschaffen – insbesondere im Bereich der Erkenntnisgewinnung.


Bild erstellt mit Copilot

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