Voll diskutiert
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Voll diskutiert

Wir – also wir als Gesellschaft per se – wissen immer weniger, reden dafür aber immer lauter und tanzen empört im Kreis, sobald jemand es wagt, mit etwas so Anstößigem wie Wissen zu argumentieren. Die Empörung ist längst zur Ersatzreligion geworden: Jeder hat sein eigenes kleines Dogma, das er in seiner Blase mit den immergleichen Ideologien füttert, zur eigenen unantastbaren Weltanschauung aufbläst und gegen jede Form von Realität verteidigt. Nicht-Wissen ist Tugend, Empörung ist Ersatzintelligenz. Fakten sind nur noch lautes Hintergrundrauschen in der großen Kakophonie des Selbstgefühls.

Moderne Diskussionskultur in drei Akten: Erstens wird missverstanden, was nie gesagt wurde. Zweitens wird darüber gestritten, was niemand behauptet hat. Drittens wird beleidigt abgebrochen, weil die eigene Meinung nicht als Naturgesetz anerkannt wurde. Am liebsten nimmt man die dümmste Ausnahme aus einer anderen Blase, erklärt sie zum Wesenskern der ganzen Gruppe und hält das dann für Analyse.

Und während wir so im eigenen Lärm untergehen, stolz auf eine Unwissenheit, die wir für Haltung halten, wird der Rettungsring immer dünner. Und das Kurioseste: Wir fragen uns ernsthaft, warum die Welt nicht klüger, sondern spürbar dümmer wird.

Es herrscht nicht mehr der Souverän, sondern Dummheit und Respektlosigkeit – und beide regieren erstaunlich effizient.


Bild erstellt mit Microsoft Copilot

Darf‘s a bisserl mehr sein?

Voll gerettet

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Voll privat!

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Voll christlich

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