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Star-Architekt Ber Lin will Wohnhäuser künftig nach der Fertigstellung um 180 Grad drehen. Unter dem Motto „Drehen gegen Hitze” soll so die sommerliche Überhitzung ohne zusätzliche Energie und ohne teure Klimatechnik gelöst werden.

Im gedrehten Zustand liegt der Keller oben. Das sei ideal, erklärte sein Büro, denn Keller seien im Sommer bekanntlich der kühlste Teil eines Hauses. Das Gebäude wird künftig über das ehemalige Dachgeschoss betreten, das nun ebenerdig liegt. Wer in den Keller möchte, fährt mit dem Aufzug nach oben. Wohin das Regenwasser abläuft – nach oben oder nach unten –, konnte das Büro bislang nicht sagen.

Ber Lin wundert sich, dass vor ihm noch niemand auf eine so einfache Lösung gekommen ist. Die Baubehörden sehen in dem Verfahren einen „wichtigen Beitrag zur klimaneutralen Stadt der Zukunft”, prüfen aber noch, ob ein auf dem Kopf stehendes Haus die Vorschriften zur Dachneigung erfüllt. Immobilienmakler bieten bereits „erdgeschossige Penthäuser mit Dachblick nach unten” an.

Ein erstes Pilotprojekt soll in den kommenden Wochen gedreht werden. Politiker wurden gebeten, währenddessen von spontanen Richtungswechseln abzusehen. Ein Statiker wies darauf hin, dass die Wärme auch im gedrehten Haus nach oben steige – nun direkt in den Keller. Das Problem sei damit zumindest zuverlässig verlagert. Ber Lins Büro kündigte an, die Häuser bei Bedarf einfach erneut zu drehen.


Bild erstellt mit ChatGPT

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