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Auswärtiges Amt gibt Reisewarnung für Mittelmeerküsten aus. Reisende sollen an Badestränden unbedingt den Kontakt mit Flüchtlingen vermeiden, die tot im Wasser treiben. In der Warnung werden Auslandsaufenthalte in Mittelmeerländer wie Tunesien zwar nicht explizit untersagt, das Ministerium empfiehlt jedoch, in den betroffenen Urlaubsregionen die von den Hotels bereitgestellten Schwimmbecken zu nutzen. Die Gefahr von ansteckenden Seuchen durch tote Flüchtlinge ist gerade zur warmen Jahreszeit sehr hoch und niemand könne mit Gewissheit sagen, wo die Toten vorher überall gewesen sind und welche Krankheitserreger sie in sich tragen. Für jene, die sich nicht abhalten lassen, dennoch im Meer zu baden, bittet das Auswärtige Amt, folgenden Hinweis zu beachten: Zu Leichen gilt es einen Mindestabstand von 30 Metern im Wasser und 5 Metern am Land einzuhalten. Für ein ungetrübtes Badevergnügen empfiehlt das Amt, bevorzugt nach Stränden Ausschau zu halten, an denen möglichst wenig Flüchtlinge tot am Strand liegen.

Damit All-inclusive-Gäste ohne Reue auch während der Flucht-Saison die vom Reiseanbieter versprochene heile Welt genießen können, stellen immer mehr Hotels vor den Sandstränden riesige Medienleinwände mit Bildern von idyllischen Küstengegenden auf. Der Ausblick vom Balkon des Hotelzimmers auf den Strand sollte zwingend so ausschauen wie im Katalog, denn das Leid der Flüchtlinge vor Ort könnte Pauschalurlauber verstören.
Welche Strand-Bilder die Touristen zu sehen bekommen, entscheidet übrigens Microsofts Bildschirmschoner per Zufall. Wie ein Hotelmanager meinte, würden die meisten Hotelgäste die Medienleinwände gar nicht bemerken. Sie wüssten eh nicht, wie die Landschaft außerhalb eines all-inclusive Hotels aussieht, da sie in der Regel die Anlage während ihres gesamten Aufenthalts nicht verlassen.

Bild: raon20130 von Pixabay (das Foto habe ich unten und oben beschnitten)

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